Ein Original Herrnhuter Advents- und Weihnachtsstern besteht aus insgesamt 25 Zacken: 17 Viereck- und 8 Dreieckzacken. Anstelle der 26. Zacke wird oben die Beleuchtung eingeführt. Beleuchtung bitte separat bestellen.

Traditionell wird er in Einzelteilen geliefert und an Ort und Stelle im Kreise der Familie oder mit Freunden zusammengesetzt.

Hinweis: Wenn ein Artikel nicht aufrufbar ist, dann ist er leider im Moment nicht lieferbar!

Die Geschichte des Herrnhuter Sterns

Der Brauch, den Stern im Familienkreis zusammenzubauen und ihn am ersten Sonntag im Advent aufzuhängen, hat eine lange Tradition und ist eng mit der Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine ~ einer evangelischen Freikirche ~ verbunden.

Anfang des 18. Jahrhunderts fanden Nachfahren der evangelischen Brüdergemeine, welche während der Gegenreformation ihre Heimat in Böhmen und Mähren verlassen mussten, auf dem Gut des Grafen von Zinzendorf in der Oberlausitz eine neue Heimat. Der von Ihnen gegründete Ort Herrnhut ~ unter der Hut des Herrn ~ wurde zum Ursprungsort für die neue Herrnhuter Brüdergemeine und einer weltweiten Missionstätigkeit. Während sich die Gemeindemitglieder in vielen Teilen der Welt ihrer Missionsarbeit widmeten, erhielten deren Kinder in den Herrnhuter Internaten eine sehr gute Schulausbildung für ihr zukünftiges Leben.

Am Anfang war die Mathematik

So wurden die ersten Sterne in den Internatsstuben der Brüdergemeine gebastelt. Anfang des 19. Jahrhunderts baute ein Erzieher anläßlich eines Schuljubiläums einen Stern aus Papier und Pappe und hängte diesen mit einer Beleuchtung auf. Später wurde das Sternebasteln in den  Mathematik- und Geometrieunterricht aufgenommen, um das räumliche Denken zu verbessern und geometrische Körper zu formen und zusammenzusetzen.

Zu Beginn der Adventszeit bauten die Schüler die Sterne gemeinsam auf und schmückten mit diesen ihre Internatsstuben.  Diese besinnlichen Stunden in der Gemeinschaft waren so zugleich glückliche Stunden in den Internatsgruppen und halfen  den Kindern auch, die Trennung von ihren Familien leichter zu verwinden und die vorweihnachtliche Zeit zu genießen. Diesen Brauch übernahmen sie später als Kindheitserinnerung in ihre eigenen Familien. Da nach dem Sinne der Herrnhuter Brüdergemeine sich auch die ehemaligen Internatskinder oft missionarischen Tätigkeiten in einer Vielzahl von Ländern widmeten, verbreitete sich so der Brauch des „Sternelns“ in der ganzen Welt. Bis heute hat sich so die Tradition erhalten, den Stern am ersten Sonntag im Advent im Familienkreis aufzubauen und die besinnliche Weihnachtszeit einzuläuten.